Vom Ringtausch bis zur Türschwelle – die beliebtesten Hochzeitsbräuche der Deutschen

23.09.2015

Eine Hochzeit ist ein einmaliges Erlebnis im Leben eines Paares. Frühzeitige Planung, umfangreiche Organisationen und eine Menge Recherche sind gefragt, wenn der große Tag perfekt sein soll. Viele Brautpaare wünschen sich eine traditionelle Hochzeit und beziehen sich dabei häufig auf klassische Hochzeitsbräuche. Doch was sind eigentlich echte Bräuche und was eher Trends oder kreative Ideen? Woher kommen diese Bräuche und lassen sich auch Hochzeitsbräuche verschiedener Länder miteinander kombinieren? In diesem Artikel finden Sie es heraus.

Vor der Hochzeit

Bereits vor der Hochzeit gibt es für alle die es klassisch mögen, einiges zu beachten. So ist es beispielsweise üblich, dass der Bräutigam die Nacht vor der Hochzeit nicht mit der Braut in einem Bett verbringt. Mit dieser Tradition gedenkt man früherer Zeiten in denen Braut und Bräutigam vor der Hochzeit generell noch nicht zusammen geschlafen haben und bei denen erst die Hochzeitsnacht die erste gemeinsame Nacht wird.

Heutzutage wird damit aber vor allem Vorfreude und Vermissen geschürt, damit sich Braut und Bräutigam besonders darauf freuen, den anderen am nächsten Tag zu sehen. Außerdem ist es Tradition, dass der Bräutigam das Brautkleid nicht vor der Hochzeitszeremonie sehen darf, da dies Unglück bringen soll. Verbringen Sie die Nacht getrennt, schlagen Sie also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Bekleidung

An keinem Tag ist die Bekleidung so wichtig, wie auf der eigenen Hochzeit. Das gilt zumindest für die Braut, denn mit Ihrem Gewand sind viele Traditionen verbunden, während der Bräutigam generell weniger stark eingeschränkt ist.

Das Brautkleid

Brautkleid

Abbildung: Brautkleid

Das Hochzeitskleid ist eine wichtige Tradition in europäischen Ländern, aber auch in den USA oder China. Geheiratet wird klassischer Weise in Weiß, doch das war nicht immer so, denn die für uns so charakteristische weiße Farbe kam erst später hinzu. Im 16. Jahrhundert waren hingegen sogar schwarze Hochzeitskleider im Trend, was auf den Einfluss der spanischen Mode zurückzuführen war.

Außerdem schmeichelte die Farbe der Figur und war insgesamt praktischer was Reinigung und Wiederverwendbarkeit anbelangte. Damals war es nämlich verpönt, ein Kleid nur einmal zu tragen. Erst im 17. Jahrhunderts wurde ein weißes Brautkleid beliebt, weil man es als Symbol für Reinheit und Unschuld verstand. Zunächst war es nur dem Adel möglich ein weißes Gewand zu tragen, welches nur für diesen einen Tag vorgesehen war, weshalb es sich schnell zum Statussymbol entwickelte.

Doch der Trend setzte sich durch und hielt Einzug in allen Bevölkerungsschichten. Die Bedeutungslast der Farbe entwickelte sich sogar soweit, dass schwangere Frauen in schwarzen Kleidern heiraten mussten, da sie nicht mehr unberührt waren.

Heute ist zum Glück alles erlaubt, was Ihnen gefällt. Ob Sie sich für ein strahlend weißes Hochzeitskleid, eines in dezentem Elfenbein oder sogar in einer leuchtenden Farbe entscheiden, ist alleine Ihnen überlassen. In unserem Brautmodenhaus in Landau finden Sie unter mehr als 2000 Brautkleidern von Top-Designern garantiert das perfekte Brautkleid.

Schleierabnahme

Auch der Schleier kommt nicht von ungefähr, denn wenn dieser abgenommen wird, dann ist die Braut keine Braut mehr, sondern eine Ehefrau. Dies passiert meist um Mitternacht, wenn der neue Tag beginnt und somit der Hochzeitstag (nicht jedoch die Feier) endet.

Brautschuhe kaufen

Früher war es Brauch, dass die zukünftige Braut ihre Brautschuhe nur mit Pfennigen bezahlt, um zu beweisen, wie sparsam, beständig und treu sie ist.

Something old, something new…

Strumpfband

Abbildung: Strumpfband

Neben dem Brautkleid gibt es aber noch eine weitere wichtige Tradition, wenn es um die Bekleidung geht: Jede Braut soll etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues, sowie einen Glückspfennig im Schuh tragen. Dieser Brauch ist in Deutschland sehr beliebt, stammt aber eigentlich aus England und besagt: „Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six-pence in your shoe.“ Die fünf Elemente haben dabei jeweils eigene Bedeutungen:

  • etwas Altes steht für das bisherige Leben
  • etwas Neues ist ein Symbol für das neue Leben
  • etwas Geliehenes erinnert an Freundschaften und bringt Glück
  • etwas Blaues steht für die Treue
  • und der Glückspfennig steht für Wohlstand

Zeremonie

Zur klassischen Hochzeitzeremonie gehört der Einzug der Braut, die meist von ihrem Vater oder einem engen Verwandten in die Kirche oder das Standesamt geführt wird. Der Bräutigam wartet bereits am Altar oder im Trauzimmer. Der Vater übergibt damit eine Tochter dem Bräutigam mit dieser symbolischen Geste.

Blumenmädchen zupft Blüten

Abbildung: Blumenmädchen zupft Blüten

Während der eigentlichen Zeremonie geben sich Braut und Bräutigam unter Zeugen das Ja-Wort (in der Kirche vor den Augen Gottes) und besiegeln Ihren Treue-Schwur und ihre Verbundenheit mit den Eheringen.

Die Trauzeugen sind stets anwesend, denn sie sollen die Hochzeit bezeugen und sind außerdem die helfenden Hände auf der Hochzeit und auch bereits vorher, denn sie organisieren kleine Überraschungen, überreichen die Ringe und ähnliches.

Wenn das Brautpaar die Kirche oder das Standesamt verlässt, ist es sehr beliebt, dass Kinder Blumenblätter streuen. Dieser Brauch soll Fruchtbarkeitsgöttinnen mit dem Duft der Blumen anlocken, damit das Brautpaar auch reichlich mit Nachwuchs beschert wird.

 

Hochzeitsfeier

Hochzeitsstrauß

Abbildung: Hochzeitsstrauß

Die Hochzeitsfeier ist geprägt von verschiedenen Bräuchen. Sie beginnt oftmals mit einem gemeinsamen Essen auf das der Hochzeitstanz folgt. Dieser ist klassischer Weise ein Walzer und soll die Verbundenheit des Paares nochmals besiegeln und gleichzeitig die Tanzfläche eröffnen. Meist steigen nach und nach weitere Gäste in den Tanz mit ein.

Auf den meisten Hochzeiten gibt es außerdem eine üppige Hochzeitstorte, die vom Brautpaar gemeinsam angeschnitten wird, hier gilt: wer die Hand am Messer oben hat, hat auch in der Beziehung das Sagen.

Meist gegen Ende der der Hochzeitsfeier wird der Brautstrauß geworfen. Dazu stellen sich alle unverheirateten Frauen auf und versuchen den Strauß zu fangen, den die Braut blind zu den Damen wirft. Die Frau, die den Strauß dann fängt, soll gemäß Tradition die nächste sein, die heiratet.

Nach der Feierlichkeit ist es üblich, dass der Bräutigam seine Braut auf Händen über die Türschwelle trägt. Dieser Brauch kommt von einem Aberglauben, der besagt, dass sich böse Geister unter der Türschwelle verstecken und die Braut so von diesen ferngehalten werden kann.

Es folgt die Hochzeitsnacht, in der gemäß laut Tradition bereits das erste Kind gezeugt wurde. Heute ist sie meist einfach nur eine schöne gemeinsame Nacht, die meist besonders romantisch gestaltet wird.

Bildquellen:
https://pixabay.com/de/hochzeitskleid-braut-ehe-frau-301817/
https://pixabay.com/de/strumpfband-braut-hochzeit-eheringe-255107/
https://pixabay.com/de/mensch-kind-m%C3%A4dchen-blond-736100/
https://pixabay.com/de/blumenstrau%C3%9F-rosen-hochzeitsstrau%C3%9F-363169/


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